Ein verschobenes WM-Achtelfinale, zwei verkaufte Bundesliga-Partien – wenn die Informationen des renommierten und mehrfach ausgezeichneten Journalisten Declan Hill zutreffen, interessiert sich die Wettmafia nach wie vor für Fußball.
Warum auch nicht, ihr Job ist es schließlich, mit Schiebereien Geld zu verdienen, und es gibt keinen Grund, warum von allen Sportarten ausgerechnet nur die Kickerei von Manipulationen verschont bleiben sollte. Nach den ersten Kommentare und Berichte über den Skandal steht bereits fest: Der Skandal ist langweilig. Sehr langweilig.

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Diese neue Rubrik möchte Orientierung geben, häufig glaubt man eine gute Idee zu haben und fragt sich dann doch selbstkritisch:

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Sommerpausen-Ende = kicker-Stecktabellenzeit.
Eine Würdigung des unverwüstlichsten Sport-Gadgets aller Zeiten in fünf Punkten.

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Gralshüter mit Augenmaß

von Alex Feuerherdt

Vor 145 Jahren wurden in einer Londoner Kneipe erstmals verbindliche Fußballregeln festgelegt. Seitdem entscheidet ein kleines Gremium über ihre Weiterentwicklung.

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Rassismus in der Kreisklasse

von Elke Wittich

Mittlerweile gehört es während der Fußballsaison schon dazu, dass die montäglichen Schlagzeilen nicht nur von Siegen und Niederlagen, Traumpässen und verdaddelten Großchancen, sondern auch von Ausschreitungen handeln.
Tatort sind allerdings nicht länger die Bundesliga-Stadien, sondern die Spielstätten unterklassiger Vereine – der Rassismus ist ganz unten angekommen.

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`Merrill Lynch bewertet die Gewinnerwartungen eines Unternehmens schlechter als letztes Jahr, dessen Aktie bricht daraufhin ein.´

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Seltsame Spezi(e)s

von Alex Feuerherdt

Gelegentlich findet man sie immer noch, die kleinen Metallschilder mit der halb flehentlichen, halb drohenden Aufschrift: »Sei fair zum 23. Mann! Ohne Schiedsrichter geht es nicht!«
Spätestens seit dem Aufstieg der Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus in die zweite Bundesliga wäre es nun wohl an der Zeit, die Parole geschlechtsneutraler zu gestalten. Meist sind die Schilder direkt neben den Umkleidekabinen von Sportplätzen befestigt, um dort, ignoriert von Gastgebern wie Gästen, ihr rostiges Dasein zu fristen. »Es ist zwar das Los seines Amtes, dass der Schiedsrichter von vielen als notwendiges Übel betrach­tet wird. In Wahrheit ist er aber ein wertvoller, ja unverzichtbarer Teil des großen Spiels«, heißt es auf der Internetseite des DFB fast schon beschwörend.

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Bill Bufords 1992 erschienenes Buch „Amon Thugs“ – deutsch: „Geil auf Gewalt“ schilderte die Erlebnisse des Autors während zahlreicher Heimspiele und Auswärtsfahrten mit den damals gefürchteten britischen Hooligans sowie die Verstrickungen der Szene mit der rechtsradikalen National Front.
Die neorealistischen Schilderungen eines Außenstehenden wurde zum literarischen Erfolg – Bill Buford vermied es allerdings, fortan als Experte für Fußball-Gewalt in Talkshows herumzusitzen.

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Der doppelte Sven-Göran

von Elke Wittich

Sieht aus wie Sven-Göran Eriksson, redet wie Sven-Göran Eriksson, ist aber nicht Sven-Göran Eriksson: Ein Doppelgänger des schwedischen Erfolgstrainers verwirrt derzeit die mexikanische Fußballwelt.
Nachdem sogar der Coach von Universidad Nacional, Ricardo Ferretti, auf den Mann hereinfiel, der der in Großbritannien durchaus erfolgreich als Eriksson-Double arbeitet, reichte es dem mexikanischen Fußballverband. Er gab eine offizielle Warnung vor dem professionellen “Svenalike” heraus.

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Jedes große Sportereignis bringt einen Popsong mit sich, der mir aufgrund wochenlanger Dauerbeschallung oder aus purem Zufall einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Das kann manchmal sehr angenehm („Three Lions“, EM 1996) und manchmal sehr nervig sein („Love Generation“, WM 2006).

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When the party’s over turn out the lights, oder, anders gesagt, wenn die Euro vorbei ist, Licht ausmachen, nach Hause gehen und über Freizeit statt Fußball freuen.

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1. Wer spielt gegen wen?

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Die Erfolge der russischen Fußballer bei der EM hinterlassen überall ihre Spuren. Auch bei den Bloggern. User raketchik erzählt im livejournal.com eine großartige Geschichte aus dem Alltag gestresster Fußballignoranten. Genauer gesagt, über einen Opa aus seinem Haus.

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Russland hat einen neuen Nationalhelden. Und der trägt von Amts wegen nicht wie gewohnt einen Präsidententitel, sondern ist lediglich Trainer der russischen Nationalmannschaft. Und noch dazu Ausländer.
Aber das soll sich jetzt ändern. Denn wer sich für das Seelenheil des russischen Bären so stark macht wie Guus Hiddink ist bei Licht betrachtet eigentlich gar kein Ausländer mehr. Oder soll keiner sein.

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tierfeind türke

von Martin Krauss

Die, wie sie sich selbst nennt, Tierrechtsorganisation Peta versendet eine Pressemitteilung zum Halbfinale der Fußball-EM, das, wie Eingeweide, äh: Eingeweihte wissen, Deutschland mit 3:2 gegen die Türkei gewonnen hat. Den Sieg, heißt es dort, “feiert die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland e.V. mit besonderer Begeisterung”.

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