System Zwanziger

von Martin Krauss

Theo Zwanziger ist in der Kritik. Dem DFB-Präsidenten, der bislang gerade als Krisenmanager (Hoyzer, Nike, Enke etc.) brillieren konnte, wird nun vorgeworfen, sich im Fall Amerell zumindest ungeschickt zu verhalten.

Im Freitag versuche ich, strukturelle Gründe aufzuzeigen, warum sich der DFB im Fall Amerell so verhält, wie er sich verhält. Und welche Rolle die DFL dabei spielt. Und. Und. Und. Hang zum Männerbündischen heißt der Artikel: „Ausgestattet mit präsidialer Machtfülle, hat Zwanziger sich gegen Rassismus, Homophobie und Antisemitismus im Fußball eingesetzt und wurde mit Auszeichnungen wie dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland geehrt. Ein solches Engagement verschaffte dem Präsidenten Zuspruch und Respekt. An den Strukturen des DFB änderte dies wenig, sondern bewirkte eher das Gegenteil: Weil Zwanziger wusste, bei solchen – im Männerbund als heikel geltenden – Themen oft allein zu stehen, trat so etwas wie eine Verselbstständigung ein. Zwanziger glaubte zu oft, im Recht sein. So schienen Kritiker ein überflüssiges Ärgernis.“

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